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Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern bleiben bestehen – sie nehmen aber weiter ab

August 2026: In unserer neuen Studie hat BSS im Auftrag des Bundesamts für Statistik (BFS) die Lohnunterschiede auf Basis der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2024 untersucht.

Vergleicht man die auf ein Vollzeitpensum standardisierten Löhne verdienen Frauen im Durchschnitt 15.7% weniger als Männer. Seit 2018 ist diese Differenz kontinuierlich gesunken. Berücksichtigt man beobachtbare Merkmale wie bspw. Alter, Ausbildung, Beruf, Branche und berufliche Stellung, verdienen Frauen im Schnitt weiterhin 6.5% weniger als vergleichbare Männer.

Die «unerklärte Lohndifferenz» ist schwierig zu interpretieren. Denn: Sie ist einerseits auf lohnrelevante Merkmale zurückzuführen, die in den Daten nicht enthalten sind, wie etwa die Erwerbserfahrung. Andererseits zeigen Gerichtsurteile, dass geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung weiterhin vorkommt (z.B. AN220012-L/U vom 9. Mai 2023). Die 6.5% sind deshalb weder ein direktes Mass für Lohndiskriminierung noch bloss ein statistisches Artefakt, sondern eine verbleibende Lohndifferenz, deren Ursachen sich mit den verfügbaren Daten nicht abschliessend bestimmen lassen.

Link: Studie
Medienecho: SRF, Tagesanzeiger, Nau, Watson

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